Betrieblicher Umweltschutz
Umfaßt alle organisatorischen und technischen Einrichtungen und Abläufe im Unternehmen, um Umweltauswirkungen zu vemeiden, zu begrenzen oder zu minimieren.

BS 8800 
Der British Standard 8800 (seit Mai 1996 in Kraft) ist eine britische Norm für Arbeitßchutz- und Sicherheitsmanagementsysteme. Er basiert auf "Guten Managementpraktiken" und soll die Integration von Arbeitßchutz und Sicherheit in ein bestehendes Gesamtsystem und deßen Aufrechterhaltung unterstützen. Er ist als Leitfaden und Hilfestellung für den Aufbau von Arbeits- und Gesundheitßchutzmanagementsystemen zu verstehen und nicht als in Deutschland zertifizierungsfähiger Standard.
   

CPFR Modell 
Beim CPFR Modell wird in Prozeßfluß-Modele (proceß flow models), Datenflüße (data flows), einem Modell logischer Daten (logical data model) und ein Daten Verzeichnis (data dictionary) unterschieden.

EFQM
Die European Foundation of Quality Management (EFQM) ist eine europäische Organisation mit Sitz in Brüßel, die das sogenannte EFQM Modell ins Leben gerufen hat.
 Das EFQM Modell kennt 9 Hauptkriterien und eine unterschiedliche Anzahl von Unterkriterien und verlangt von den Organisationen, die eigenen Leistungen im Hinblick auf die einzelnen Kriterien systematisch zu meßen.
 Nach diesem Modell können sich Organisationen wiederkehrend selbst bewerten, inwieweit sie Total Quality Management (TQM) oder synonym "Business Excellence" umgesetzt haben.
 Das EFQM Modell setzt also auf Selbstüberprüfung im Gegensatz zur Fremdüberprüfung durch einen Zertifizierer, wie das momentan noch bei allen Managementnormen üblich ist.

EG- öko-Audit  (EMAS)
Eine europäische Verordnung (EU) über die freiwillige Beteiligung an einem Gemeinschaftßystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung. Unternehmen können sich freiwillig ein Umweltmanagementsystem im Unternehmen einrichten und im ersten Schritt eine umfaßende Umweltprüfung durchführen.
Die EMAS beinhaltet eigene Forderungen an ein Umweltmanagementsystem, jedoch ist es möglich die ISO 14001 als Standard zu verwenden. Es gelten zusätzliche Anforderungen.
Der Schwerpunkt liegt etwas mehr auf den konkreten Umweltauswirkungen und deren kontinuierlicher Verringerung. Die Einhaltung der Gesetzte wird gefordert und kontrolliert. Die geplante Revision (EMAS II) im Sommer 2000 bezieht die ISO 14001 noch stärker mit ein und bringt weitere Erleichterungen für teilnehmende Unternehmen.

Electronic- Supply-Chain
Eigentlich ist es nicht anderes als die normale Supply-Chain, nur geht alles viel schneller und unter Einsatz neüster elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten. Eine Darstellung der Extended-Supply-Chain von Forrester Research verdeutlicht dies am einfachsten.

Entsorgungsfachbetrieb
Ein Zertifikat für einen gewerbsmäßigen Entsorgungsbetrieb, der eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten durchführt: einsammeln, befördern, lagern, behandeln, verwerten und beseitigen von Abfällen.
Die Anforderungen an einen Entsorgungsfachbetrieb sind unter dem Kreislaufwirtschaft und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) in der Entsorgungsfach- betriebeverordnung (EfbV) geregelt.

Fachkraft für  Arbeitssicherheit
Rechtsgrundlage für die Fachkraft für Arbeitßicherheit ist das Arbeitßicherheitsgesetz (Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitßicherheit vom 12. Dezember 1973).
Die Fachkraft für Arbeitßicherheit wird vom Unternehmer schriftlich bestellt und hat die Aufgabe, den Unternehmer und die sonst für den betrieblichen Arbeitßchutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen in allen Belangen des Arbeitßchutzes zu beraten. Dieses gilt inzwischen - abgesehen von einigen noch nicht abgelaufenen übergangsfristen - für alle Unternehmen ab einem Mitarbeiter.

Gefährdungsbeurteilung
Rechtsgrundlage für die Gefährdungsbeurteilung ist das Arbeitßchutzgesetz (Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitßchutzes zur Verbeßerung der Sicherheit und des Gesundheitßchutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (ArbSchG) vom 7. August 1996).
Der Arbeitgeber wird darin verpflichtet, eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln und - wenn erforderlich - Maßnahmen des Arbeitsschutzes einzuleiten. Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die vom Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung muß dokumentiert sein für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten.

GLP
Gute Laborpraxis, bezieht sich auf §19 des Chemikaliengesetzes. Die Einhaltung der Grundsätze werden von behördlicher Seite aus überwacht. Ergebnis ist eine Qualitätssicherungserklärung.

GMP
'Good manufacturing practice' übersetzt: 'Gute Herstellungspraxis' ist ein Vorschriftenwerk, das insbesondere bei der Herstellung von Arzneimitteln und hygienischen Produkten beachtet wird.

HACCP
Die Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV vom 5. August 1997) stellt hygienische Anforderungen an das gewerbsmäßige Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln. Darüberhinaus fordert sie eine Systematisierung und Konkretisierung der schon bestehenden betrieblichen Eigenkontrollen (seit 5. August 1998 in Kraft getreten). Diese Forderung kann durch ein HACCP-Konzept erfüllt werden.
 HACCP-System (= Hazard analysis and critical control point) ist ein systematischer Ansatz zur Reduzierung mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Risiken bei Lebensmitteln mit folgendem Ablauf:
 1. Gefahrenanalyse für den Prozeßablauf
 2. Identifizierung von möglichen risikoträchtigen (für das Lebensmittel) Punkten
 3. Auswahl kritischer Punkte (haben wesentlichen Einfluß auf das Lebensmittel und sind durch zuverläßige Prüf- und überwachungsmaßnahmen beherrschbar)
 4. Einrichtung dieser Sicherungsmaßnahmen und überwachen (Monitoring)
 5. Regelmäßige überprüfung (Verifizierung)

 

ISO 14001
Internationale Norm für Umweltmanagementsysteme. Im Gegensatz zu EMAS ist die ISO 14001 eine privatwirtschaftliche Norm und international gültig. Der Schwerpunkt liegt mehr auf dem Managementsystem an sich, als auf technischen Umweltaspekten. Weitere Unterschiede zur EMAS: keine Umwelterklärung, keine Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbeßerung bezüglich konkreter Umweltauswirkungen.
 

ISO 9000
Die DIN EN ISO 9000 ff., umgangßprachlich ISO 9000 genannt, ist ein umfangreiches Werk bestehend aus Leitfäden, Normen, Begriffen, und QM-Modellen. Das wohl bekannteste Normenwerk ist die DIN EN ISO 9001.
Diese DIN-Norm ist eine Darlegungsnorm für ein Qualitätsmanagementsystem. Nach diesen Normen können sich Unternehmen durch einen Dritten zertifizieren laßen.
Die ISO 9000 wird derzeit umgearbeitet, es soll im November 2000 eine überarbeitete Version der ISO 9000 erscheinen.

ISO/TS  16949
Die ISO/TS (Technische Spezifikation ) 16949 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten. Sie wird von allen Automobilherstellern akzeptiert und ist im Sommer 1999 erstmals erschienen. Der Technische Standard ersetzt demnach QS9000 und VDA6.1 gleichzeitig.

QS 9000
Die QS 9000 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten.Sie wird von den drei Automobilherstellern DaimlerChrysler, Ford und General Motors gefordert (siehe auch TS 16949)

SCC
Safety Certification Contractors (Sicherheits Certifikat Contractoren)
Das SCC-Konzept beschreibt ein allgemeines Verfahren zur Zertifizierung eines Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Managementsystems.
SCC wird zur Zeit von fast allen Unternehmen der petrochemischen Industrie anerkannt.
Das SCC besteht im wesentlichen aus einer Checkliste, die in 10 Kategorien und 64 Fragen die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz beurteilt.
Man unterscheidet zwei Formen von SCC-Zertifikaten: SCC* (bis 35 Mitarbeiter) und SCC** (mehr als 35 Mitarbeiter).

 

SGU
Sicherheit - Gesundheit - Umwelt
Allgemeine Verfahrensgrundsätze zur Integration von SGU-Aspekten in betriebliche Organisations- und Entscheidungßtrukturen werden beschrieben.
Es werden allgemeine Kriterien und Verfahren festgelegt zur Durchführung von Audits und Zertifizierungen von SGU-Managementsystemen.
An dem Verfahren können auf Antrag nur Mitgliedsbetriebe der Süddeutschen Metall-Berufsgenoßenschaft teilnehmen.
Vorrangig kommen Unternehmen in Frage, die als sogenannte 'Kontraktoren für technische Dienstleistungen' (vgl. SCC) tätig werden.
 

Supply Chain
Logistikkette - Gesamtheit aller geschäftlichen Aktivitäten, zur Befriedigung der Nachfrage nach Produkten oder Serviceleistungen - beginnt beim Bedarf an Rohstoffen und Daten und endet bei der Lieferung an den Endverbraucher
 

Supply Chain Management (SCM) 
Integriertes, bedarfsgesteürtes Warenmanagement innerhalb der Logistikkette.
  

TQM 
Total Quality Management (TQM) ist ein Begriff, der nicht eindeutig zu definieren ist. Im allgemeinen wird darunter ein ganzheitlicher Management-Ansatz verstanden, der alle Tätigkeiten eines Unternehmens unter dem Aspekt der Kunden- und Mitarbeiterorientierung betrachtet und streng prozeßorientiert ist. TQM ist demnach kein Standardprodukt, sondern hängt vom jeweiligen Unternehmen ab. TQM muß vor allem in der Führungsetage des Unternehmens vorgelebt werden, sonst ist der Ansatz zum Scheitern verurteilt. Ein konseqünter Ansatz zur Einführung von TQM in einer Organisation ist das EFQM-Modell..
 

Value Chain 
Wertschöpfungskette - Abfolge aller Aktivitäten in einer Logistikkette (vom Hersteller bis zum Einzelhandel), die insgesamt gesehen einen Geschäftsprozeß definieren
 

VDA 6 
Die VDA 6.1 ist eine Qualitätsmanagementnorm für Automobilzulieferer und deren Unterlieferanten. Sie wird hauptsächlich von den deutschen Automobilherstellern gefordert (siehe auch TS16949)

Stand 00/09